Margrit Eigenmann

freischaffende Künstlerin

Seit mehreren Jahren beschäftige ich mich mit den unterschiedlichsten Ausdrucksmaterialien. Mein Kunstschaffen hatte den Anfang in der Steinbearbeitung, führte hin zum Bronzeguss und der Gestaltung von Eisenplastiken. Nun sind die Farben wichtig geworden. Die  klassische Acrylmalerei wird nebst der DigiART  eine der wichtigsten Ausdrucksform in meinem künstlerischen Tun bleiben.

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Mein künstlerisches Sein spiegelt sich momentan in den meist abstrakten DigiART Bildern auf Leinwand. Ich „komponiere“ real aufgenommene Digitalfotos zu neuen, mystischen Bildern. Die Fotos werden am Computer bearbeitet und neu gestaltet. Bei genauem Hinschauen sind subtile Feinheiten, die den realen Aufnahmehintergrund erahnen lassen, meistens noch erkennbar. Auch die Bilder die direkt am Computer erzeugt werden, erinnern oft an klassische Maltechniken. Jedes Digitalbild ist ein einmaliges Kunstwerk seiner Art und wird nur einmal in einer bestimmten Grösse auf Leinwand gedruckt und auf einen Keilrahmen aufgezogen. Meine Bilder zeigen sich harmonisch und ausgeglichen in Farben und Formen. Spielerisch einerseits und auch immer wieder mystisch im Ausdruck. Auch bei dieser Art von Bildern sind die Gefühle bei der Erschaffung stets im Vordergrund - die Rechenarbeit des Computers dient lediglich als Werkzeug bei der Umsetzung. Die digitale Fotokunst bedarf noch intensiver Pionierarbeit. Taucht doch immer wieder die Frage auf, ob digitale Kunst auch wirklich Kunst sei. Diese Frage wird wohl jeder für sich selber beantworten müssen. Tatsache ist, dass mit dem Instrument Computer die Möglichkeit sich künstlerisch ausdrücken zu können, absolut unserem Zeitalter entspricht. Ein Digitalbild entsteht mit Hilfe modernster Technik, jedoch gepaart mit der Kreativität des Künstlers, der Künstlerin. Ein Digitalkunstwerk wird nie nur vom Computer alleine erstellt, es braucht die Schöpfung des Menschen, welcher sich dieses Mediums zu bedienen weiss. Der Anteil an Kreativität und  Vorstellungsvermögen kann kein Computer per Knopfdruck erbringen.

Das Betrachten aller abstrakten Arbeiten verlangt nach einer intensiven Auseinandersetzung. Die Vorstellung vom klaren Gegenständlichen soll sich auflösen. Abstrakte Kunst ist gegenstandslose Kunst, -  gegenstandsfreie Kunst. „Abstrakt“ kommt aus dem Lateinischen *abstrahere* was soviel wie abziehen, - loslösen - bedeutet. Das Abstrakte hat seinen Ursprung im Gegenständlichen, - ist also ebenso Realität wie das Gegenständliche. Wir sind es nur weniger gewohnt, es auch zu sehen oder sehen zu wollen. Abstrakte Kunst löst beim Betrachter meistens keine objektive Gegenstandassoziation aus. Wenn kein Bezug zur Wirklichkeit hergestellt werden kann, ist bei der Beurteilung nur eine Interpretation, aber keine sachliche Beschreibung möglich.

Die Gegensätzlichkeiten bei den unterschiedlichen Arbeiten, -  das sich in die Farbenwelt vertiefen und in der Computerwelt experimentieren können, - am Stein abtragend arbeiten, -  bringen sehr viel Herausforderung, Abwechslung und Spannung in mein künstlerisches Schaffen. Ob ich am Computer wirke, oder mich mit einem anderen Ausdrucksmittel beschäftige, eines bleibt sich immer gleich: seelische, geistige und körperliche Dialoge mit dem jeweiligen Material offenbaren mir den Ursprung kreativer Schöpfung. Gefühle, Erlebtes, Gelebtes, Verinnerlichtes, Visionen, Träume, Gedankenspiele, Alltag, etc. spiegeln sich in den fertigen Werken 

Einzel, - und Gruppenausstellungen und die Teilnahme an internationalen Kunstmessen sind in der Zwischenzeit fester Bestandteil meines Jahresprogramms geworden.